Gebäude Energiewende

These 2: Entleerungsräume und Wachstumsregionen: Sanierungsmuster variieren regional stark

Ein Problem ist etwa, dass kostspielige Maßnahmen für Eigentümer/innen oder andere Investoren dann unrentabel werden können, wenn sie selbst nur eine kurze oder unsichere Nutzungsperspektive haben, die zur Amortisation der Investitionskosten nicht ausreicht. Die Perspektive spielt also eine ganz entscheidende Rolle dafür, ob Investitionen getätigt werden oder nicht. Gleichzeitig hängt auch von den jeweilig angesetzten Nutzungsperspektiven ab, welche Sanierungslösungen aus ökologischer und ökonomischer Sicht vorteilhaft sind.

Welcher Zeitraum nun für die gesamte Nutzungsperspektive angesetzt wird, hängt neben persönlichen Faktoren zu einem erheblichen Teil mit der regionalen Wirtschaftsentwicklung zusammen, so eine zentrale Annahme des Projektes. Das Vorhaben geht deshalb davon aus, dass es einen spürbaren Unterschied zwischen Nutzungsperspektiven von Wohngebäuden in Entleerungsräumen und Wachstumsregionen gibt.

Dieser Unterschied, so die zweite These des Projektes, manifestiert sich auch in unterschiedlichen energetischen Sanierungsmustern. Dieses Phänomen untersucht das Projekt anhand von zwei Regionen im Land Brandenburg mit unterschiedlicher Wachstumsdynamik in den Planungsgemeinschaften Havelland-Fläming und Lausitz-Spreewald.