Gebäude Energiewende

These 1: Dämmung ist wichtig, muss aber mit Einsatz erneuerbarer Wärme verbunden werden

Eine umfassende Sanierung der Gebäudehülle ist ein wichtiger Baustein, aber sie wird nicht ausreichen, um die festgelegten Reduktionsziele – die Bundesregierung will bis 2050 den Primärenergieverbrauch im Gebäudebereich um 80% reduzieren – zu erreichen. Baulich-technische und sozio-ökonomische Barrieren schränken die Effizienzpotenziale für den in diesem Vorhaben untersuchten Teil des Gebäudebestandes ein.

Das Forschungsvorhaben geht deshalb von der ersten These aus, dass in einem relevanten Teil des Gebäudebestands eine Sanierung mit dem Ergebnis eines sehr geringen Heizwärmebedarfs nicht möglich sein wird. Daher kommt eine zweite Strategie zur CO2-Reduktion ins Spiel: die Verwendung von alternativen Formen der Wärmeerzeugung, wie die Integration erneuerbarer Energien (EE) in die Wärmeversorgung oder der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungslösungen (KWK). Erneuerbare Energien tragen in Deutschland zwar bereits heute substanziell zur Energieversorgung bei, doch deren Anteil an der Wärmeerzeugung ist noch deutlich geringer als im Strombereich.

Im Jahr 2012 lag der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Wärmeerzeugung bei 10,4 %. Hohe Investitionskosten und spezifische Barrieren für den effizienten Einsatz erneuerbarer Energien in Gebäuden wie z. B. das Fehlen von Platz für die Lagerung von Holzpellets oder für den Einsatz von Solarkollektoren ungeeignete Dächer sind die zentralen Problemfelder.