Gebäude Energiewende

Energetische Sanierung steigern: Planungsregionen plädieren für regionale Klimaschutzagenturen in Brandenburg

Welche Möglichkeiten gibt es, um private Gebäudeeigentümer/innen beim Thema energetische Sanierung stärker zu unterstützen? Diese Frage wurde auf zwei Workshops des Projektes Gebäude-Energiewende am 6. und 12. Oktober 2016 in den Planungsregionen Havelland-Fläming und Lausitz-Spreewald diskutiert. Als eine wichtige Möglichkeit wurde der Aufbau von Klimaschutzagenturen auf Kreisebene genannt, da bisher in Brandenburg keine kommunalen oder regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen existieren. Diskutiert wurden darüber hinaus die Möglichkeit von Stadtverwaltungen die bestehenden Bürgerkontakte für das Thema energetische Sanierung zu nutzen und welche Rolle die in einigen Kommunen und Kreisen vorhandenen Klimaschutzmanager/innen übernehmen können. Als mögliche weitere Ansatzpunkte wurden die Bildung von lokalen Netzwerken sowie die Sichtbarmachung der bereits vorhandenen, aber oft wenig bekannten Angebote der Verbraucherzentrale angesehen.

Auf den Workshops stellten die Projektpartner IÖW und BTU C-S zentrale Ergebnisse des dreijährigen Forschungsprojektes vor. An den Veranstaltungen nahmen Vertreter/innen von Kommunen, Landkreisen, den Regionalen Planungsgemeinschaften sowie von der Verbraucherzentrale Brandenburg, dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und des Landesamtes für Bauen und Verkehr teil. Die Teilnehmer/innen begrüßten das im Projekt Gebäude-Energiewende entwickelte Onlinetool „Sanierungs-Check“ als niederschwellige Möglichkeit für Eigentümer/innen, sich einen ersten Überblick über Möglichkeiten der energetischen Sanierung zu verschaffen und setzten sich dafür ein, dieses in den Regionen zu bewerben. Das Tool wird in Kürze auf www.co2online.de kostenfrei verfügbar sein.